Berichte / Konzerte

Konzertbericht: The Horrors in Berlin

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Endlich mal wieder Berlin! Ich freue mich jedes Mal wieder auf’s Neue – und was kann einen Berlin-Besuch noch schöner machen als ein Konzert am Abend? So wie auch am Dienstag im Lido, dort hatten sich nämlich The Horrors inklusive Vorband S.C.U.M. angekündigt. Was also erwarten von einer doch recht massiv gehypten Band aus England, die vor allem durch ihren goth-chic-style für mediales Aufsehen sorgt? Ich ließ mich also überraschen, denn das neue Album Primary Colours sollte ja schließlich im Mittelpunkt des Auftritts stehen. Schon im Vorhinein war klar: Vom hoch gelobten Debütalbum wird recht wenig oder sogar nichts zu hören sein… abwarten.

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Der Club war gut gefüllt und es konnte los gehen: The Horrors betraten die in Nebel und Lichtfarbeffekten gehauchte Bühne und der erste düstere Ton erklang… irgendwie war ich gleich von Anfang an wie gefangen in dem atmosphärischen Noise-Teppich, der durch den Raum schwebte. Leicht verschwommen, schwermütig und psychedelic wirkten die neuen Songs auf mich, doch Frontmann Faris riss mich mit seiner unglaublich tollen Stimme immer wieder aus meinem kleinen Trancezustand. Ich hatte ihn mir zwar etwas extrovertierter auf der Bühne vorgestellt, aber so wie die neue Platte sind auch die Musiker scheinbar ruhiger, erwachsener und tiefgründiger geworden. Auch Bassist und Keyboarder Spider Webb hypnotisierte mich förmlich mit seinen rythmischen Auf- und Abbewegungen. Wie bereits vorher erahnt wurden hauptsächlich Tracks vom neuen Album gespielt. Mirror’s Image, Three Decades, Who Can Say… wunderschöne Songs, ohne Frage. Das Publikum wirkte recht verhalten, dafür mitunter textsicher und siehe da… bei der Zugabe trauten sich sogar einige ihre innere Gemütslage nach außen zu kehren und sprangen bei Count in Fives wild umher… (Hilfe, mein Bier…). Schöner Abschluss, und wach war ich dann auch.

Übrigens, da war ja noch die Vorband. Leider kann ich dazu nicht viel schreiben, weil wir noch genau einen Song gehört haben als wir in den Club kamen. Dabei hieß es, glaubte man dem Ticket: 21 Uhr Beginn. Kurz nach waren S.C.U.M. aber schon dabei ihren letzten Song zu spielen… kein gutes Time-Management guys! Schade drum, hätt ich gerne mehr gehört und auch gesehen. Trotzdem: Die 18 Euro haben sich gelohnt!

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Fotos: Uwe Blank

geschrieben von corinne am 12. November 2009 // 23:51 Uhr
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