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Kitsuné Maison Night im Ritter Butzke in Berlin: Rotfüchse unter sich

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Was sich die Gründer von Kitsuné wohl dabei gedacht haben, als sie den Fuchs als Symbol für ihr Pariser Mode- und Musiklabel wählten, kann man nur erahnen: Ob es daran liegt, dass der Rotfuchs in der japanischen Mythologie als Tier mit zunehmender Macht gilt oder einfach nur weil der gern gejagte Geselle mit seinem rötlich-orangen Pelz eigentlich ganz niedlich ist – das Elektrolabel hat definitiv ein Konzept dahinter, und das war akustisch und optisch bei der Kitsuné Maison Night in Berlin zu spüren.

In einem ehemaligen Kreuzberger Fabrik-Komplex hat sich der Club Ritter Butzke angesiedelt, der am Freitag als Austragungsort für das Showcase des gerade um die halbe Welt tourenden Musik- und Modelabels diente. Bereits der Flyer ließ große Erwartungen aufsteigen, so standen insgesamt vier Livebands und mehrere DJ Sets auf dem Programm. Den Anfang auf dem Kitsuné Floor machten die jungen Iren von Two Door Cinema Club, eine Band, die bereits einige Ohrwürmer kreiert hat und schon zehn Minuten vor Showbeginn geduldig am Bühnenrand wartete. Das Trio (am Abend aber als Quartett mit Schlagzeuger) zeigte von der ersten Sekunde an, warum der Hype um sie berechtigt ist: Tanzbarer Indierock mit elektronischen Klängen und eingängigen Melodien plus eine gewaltige Prise jungenhafter Charme sorgten für applaudierende Zuhörer, auch wenn die den Floor zu früher Stunde noch nicht ganz füllten. Wo andere junge Bands on stage bereits over-abgeklärt wirken, so zeigten Two Door Cinema Club Leidenschaft und Bühnenpräsenz vom Allerfeinsten. Toller Vorgeschmack auf das anstehende Album. Something good can eben work.

Während sich im Nebengebäude – auf dem Berlin Battery Floor – stadteigene DJs wie DJ Supermarket und Shir Khan an den Plattentellern in Ekstase spielten (und einige Leute verließen diesen Floor wohl gar nicht), machte sich die zweite Headlinerband des Abends bereit. Der Kitsuné Floor füllte sich, wie zu erwarten, in Sekundenschnelle: Das Elektrotrio um Delphic aus Manchester lieferte eine professionelle Show ab und fügte sich mit ihrem Dance meets Rock Sound bestens in die Atmosphäre der Kitsuné Night ein. Und überhaupt: so verschieden die Bands, so gemischt auch das Publikum – tanzend, applaudierend, singend. Psychedelic Funk, klingt ein wenig nach Hippies und Woodstock, und ist auch so, vor allem wenn man die Special Guests des Abends erleben durfte: The Phenomenal Handclap Band – eine achtköpfige Kombo aus New York mit betörenden Sounds aus Soul, 70er-Rock und Disco. Hipshaking und Handclapping absolutes Muss bei diesem flotten Achter.

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Noch ein paar Worte zu der Location: Die beiden durch einen schmalen Gang getrennten Floors ließen Platz für allerlei Bedürfnisse, egal ob chillend auf einer der einladenden Sitzmöglichkeiten oder tanzend mit Rucksack hinterm DJ-Pult. Draußen im Hof sogar eine Spur von Lagerfeuerromantik. Sehr charmant auch der Garderobenraum, der mit seinem Retro-Interieur einer gemütlichen Wohnstube ähnelt. Eine wirklich passende Location für die Macher, Musiker und Fans des Pariser Fuchslabels.

Fotos: iheartberlin

geschrieben von corinne am 29. November 2009 // 22:39 Uhr
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